Meldung vom 08.11.2018

Starke Frauen. Starke Herzen. Schirmherrin Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß will verstärkt Bewusstsein schaffen

Starke Frauen. Starke Herzen.

Gruppenfoto v.l.: Mag. Martin SCHAFFENRATH, Univ. Prof. Dr. Margarethe HOCHLEITNER, Dr. Juliane BOGNER-STRAUSS, Sonja LEDL-ROSSMANN, Mag. pharm. Dr. Ulrike MURSCH-EDLMAYR

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„Das Herz ist der Schlüssel zur Welt und des Lebens.“, mit diesem Zitat von Novalis eröffnete die Schirmherrin der Initiative „Starke Frauen. Starke Herzen.“ Bundesministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß das gut besuchte 4. Get-together im Innsbrucker Casineum. Gemeinsam mit der Schirmherrin freuten sich die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Univ. Prof. Dr. Margarethe Hochleitner, Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann und Mag. Martin Schaffenrath, stv. Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger über das große Interesse an der Veranstaltung Mitte Oktober mit rund hundert Besucherinnen und Besuchern.

Ein Frauenherz schlägt doch anders
Dr. Juliane Bogner-Strauß, Bundesministerin für Frauen, Familie und Jugend, ist es ein besonderes Anliegen auf das weibliche Herz aufmerksam zu machen. Zwar schlägt das Frauen-Herz genauso schnell wie jenes der Männer, muss aber eben dieser Mehrfachbelastung bedingt durch Job, Erziehung, Haushalt, Pflege und Koordination all dieser Faktoren mehr leisten“. Daher ist sie davon überzeugt, dass „ein Frauenherz dann doch anders schlägt!“ Frauen würden Herzerkrankungen erst viel später erkennen, da sie mit den Risikofaktoren nicht vertraut seien. „Hier muss bereits bei jungen Frauen ein Umdenken stattfinden, dass sie mehr an die eigene Gesundheit denken“, so die Bundesministerin. Mit Initiativen, wie die von „Starke Frauen. Starke Herzen“ wird verstärkt Bewusstsein geschaffen, wiewohl es noch Luft nach oben gibt“, ist Bogner-Strauß überzeugt und freut sich als Schirmherrin dieses Projekt nach außen vertreten zu dürfen.
 
Drei Mal täglich Egoismus
Auch die mehrfach ausgezeichnete Kardiologin und Gender Medizinerin Univ. Prof. Dr. Margarethe Hochleitner, machte neben den bekannten Fakten darauf aufmerksam, dass Frauen erst später die selbe Behandlung erfahren, wie Männer mit analogen Herzerkrankungen. „Eine Herzpatientin braucht meist länger, um in der Intensivstation ein Bett zu bekommen oder dass ihr ein Herzkatether oder Bypass eingesetzt wird“. Gerade der Faktor „Zeit“ sei beim Herz laut der Kardiologin ein sehr wichtiger. Das Hauptproblem sei, dass der Herztod männlich besetzt ist. Die Forderung muss daher sein, dass es dieselben Angebote für Frauen und Männer gibt. „Auch wenn schon viel passiert, ist immer noch genug zu tun“, so Gender-Medizinerin Hochleitner, die eine Empfehlung an Frauen richtet: „Drei Mal täglich Egoismus – denken Sie drei Mal täglich an Sich und gönnen Sie Sich etwas, was Ihnen gut tut und setzten Sie es um!“
 
Frauen haben andere Symptome als Männer
Die Mitinitiatorin der seit 2017 bestehenden Initiative, Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, appellierte auch in ihrer Rolle als Apothekerin und Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, dass noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist. „Es ist viel zu wenig bekannt, dass Frauen – vor allem ab dem Beginn der Menopause - ein erhöhtes Risiko haben und schließlich mit den Männern gleichziehen.“ Sie wies auch darauf hin, dass zu wenig wahrgenommen wird, dass Frauen andere Symptome haben, andere Diagnosen brauchen und andere Therapien eingesetzt werden müssen als bei Männern. Der Apothekerschaft komme in gleich mehreren Bereichen eine wichtige Rolle zu. Zunächst gehe es um die Prävention, weil die rund 6.000 Apothekerinnen und Apotheker als Experten für Arzneimittel die Erstanlaufstelle darstellen. "400.000 Kundenkontakte pro Tag – hier kann man in der Aufklärung viel erreichen ", so die Apothekerkammer-Präsidentin. Darüber hinaus sei man sich auch seiner Verantwortung als Gesundheitsberater und Vertrauensperson bewusst. "Und nicht zuletzt begleiten Apothekerinnen und Apotheker ihre Kunden während jeder Therapie", ergänzt Mursch-Edlmayr.
 
Körperliche und seelische Ressourcen
Die Tiroler Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann unterstrich die Wichtigkeit dieser Initiative, gerade um Frauen auch bewusst zu machen, dass sie mit ihren körperlichen und seelischen Ressourcen behutsam umgehen müssen. „Wir Frauen neigen dazu, unseren Alltag intensiver zu leben, gerade auch bedingt durch die Mehrfachbelastung“, so Ledl-Rossmann. „Gerade weil Frauen zumeist an alle anderen in ihrer Familie und ihrem Beruf denken, bevor sie auf sich selber achten, sind Initiativen wie diese so wichtig und ich unterstütze sie mit voller Überzeugung.“
Mag. Martin Schaffenrath, stv. Vorsitzendes des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hob in seinem Statement vor allem die erfolgreiche Präventionskampagne der Tiroler Gebietskrankenkasse 2015 und 2016 hervor. Schaffenrath bedankte sich, dass die Initiative „Starke Frauen. Starke Herzen.“ nach Tirol gekommen ist und wies auf den Apell der Initiative hin: „Geh Blutdruck und Cholesterinwert messen!“
 
An dem Abend im Casineum im Casino Innsbruck tauschten sich u. a. Nationalratsabgeordnete Rebecca Kirchbaumer, aus dem Tiroler Landtag KR Martina Nowara, Barbara Schwaighofer, der Präsident der Tiroler Apothekerkammer Dr. Matthias König und zahlreiche Fachärztinnen und Fachärzte aus dem Bereich Kardiologie sowie Vertreter der Wirtschaftskammer und Frauennetzwerke gemeinsam aus.
 
 
Weitere Informationen zur Initiative Starke Frauen. Starke Herzen. finden Sie unter: http://www.starkesherz.at/
 
 
 
 
 
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Gruppenfoto v.l.: Mag. Martin SCHAFFENRATH, Univ. Prof. Dr. Margarethe HOCHLEITNER, Dr. Juliane BOGNER-STRAUSS, Sonja LEDL-ROSSMANN, Mag. pharm. Dr. Ulrike MURSCH-EDLMAYR

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